Freitag, 10. März 2017

Ein Ende und ein Neuanfang




 Leider hat sich eine grosse Veränderung in meinem Leben ergeben.

Ich habe mich von meiner Frau getrennt. Nach 7 Jahren Beziehung.
Es hatte absolut nichts mit den Kindern zu tun. Es hatte viele verschiedene Gründe, die ich hier aber nicht breittreten möchte.

Mein Sohn bleibt bei mir, und meine (nicht-leibliche) Tochter zieht mit ihr aus.
Es ist schlimm, dass wir die beiden trennen müssen. Sie gingen immer gemeinsam durch dick und dünn, und es tut mir unendlich weh, dass dies nun nicht mehr möglich ist. Es ist, als würde man Zwillinge trennen. Doch es gab keine andere Lösung, denn jede von uns hat nunmal ein leibliches Kind bekommen und möchte es der anderen nicht überlassen, und daran kann ich jetzt nichts mehr ändern. Ich hoffe sehr dass es möglich sein wird, dass sie wenigstens noch gemeinsam in die Spielgruppe gehen können, aber meine Ex-Frau wohnt bald nicht mehr in der Nähe. Wir haben aber vor, uns mindestens einmal in der Woche zu sehen, auch mal etwas als Familie zu unternehmen und dass die Kinder ab und zu gemeinsam ein paar Tage bei einer von uns verbringen können. Das müssen wir aber alles noch miteinander anschauen.

Niemals hätte ich gedacht, dass ich mal eine "alleinerziehende" Mutter sein würde, das war so gar nicht mein Plan.
Ich hatte es mir anders gewünscht, anders erhofft, anders erträumt...und dann - zack - schlägt mir die Realität gnadenlos einfach die Türe vor der Nase zu.

Was zurück bleibt sind leere Räume, mein schmerzendes Herz und zerbrochene Träume...

...aber auch eine Chance, mein Leben neu zu ordnen, neue Pläne zu schmieden und frei im Kopf zu sein.

Momentan brauche ich das Alleinsein. Einfach mal darüber nachdenken, was ich überhaupt möchte, was ich mir wünsche, was ich ändern will, was ich beibehalten möchte, was ich für Ideen habe, und überhaupt über das Leben, und in welche Richtung es für mich persönlich weitergehen soll. Es ist gerade keine einfache Zeit für mich, aber mein Leben war noch nie einfach, von dem her werde ich auch diese Hürde schaffen. Ich konzentriere mich auf das Jetzt mit all seinen besonderen Momenten (denn die gibt es, fast täglich, auch wenn es nur kleine Dinge sind) und schaue einfach entschlossen vorwärts statt zurück.

Meiner Ex-Frau werde ich immer sehr verbunden bleiben, nicht nur der Kinder wegen, sondern auch weil wir uns freundschaftlich getrennt haben, das war uns beiden sehr wichtig. Ich hege auch überhaupt keine Wut gegen sie, es ist einfach wie es ist. Ich wünsche ihr dass sie mit dem Mann den sie gefunden hat glücklicher wird.

Den Blog werde ich weiterführen, denn das war hier von Anfang an mein persönlicher Blog, die Beiträge stammen alle von mir. Jetzt gibt es halt einen Kurswechsel, ich blogge nun als genderfluide Solo-Mama, aber eine Regenbogenfamilie bin ich ja eigentlich immer noch, finde ich. Ich bin gespannt, wie sich der Blog dadurch entwickeln wird.
Es wird sicher ums Reisen gehen, um persönliche Gedanken, um Aktivitäten mit Kids, vielleicht mal ein DIY-Projekt oder ein Kunstprojekt. Und natürlich wie immer um queeres Leben in all seinen Facetten.

Ich würde mich freuen, wenn einige von euch meinem Blog treu bleiben würden!

Kommentare:

  1. Ich wünsche euch allen alles gute auf euren Wegen!! Ich werde den Blog sehr gerne weiterverfolgen. Lieber Gruss, sterndli

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Bitte sehr gerngeschehen!! Ich habe euren Blog immer sehr gerne verfolgt und werde es auch weiterhin genauso tun!! Lg sterndli

      Löschen
  2. Hallo, bewundernswert, dass du trotz diesem sicher sehr schwierigen Schritt trotzdem noch so positiv, wie es in einem solchen Moment eben möglich ist, erscheinst. Es tut mir sehr leid, dass es so gekommen ist...Ich werde deinen Blog und deinen Weg auf jeden Fall weiter verfolgen. Liebe Grüße, Suvette

    AntwortenLöschen
  3. Es zerreißt mir das Herz, zu lesen, dass ihr mit eurer Trennung auch die Kinder trennen werdet... Natürlich entscheidet ihr das, weil es euch gut gehen muss, aber das wird für die beiden härter als hart! Getrennte Mamis, neue Partner der Eltern, weg vom Geschwisterchen, was quasi von Geburt an da war. Ja, wie Zwillinge trennen... Puh!!!
    Alles Liebe und Gute für euch 4! Ich wünsche euch nur das Beste und werde weiter mitlesen...

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Es ist immer einfach, mit dem Finger auf die Leute zu zeigen. Du weisst nicht in welcher Situation ich war, was ich alles erlebt und wie oft ich versucht habe das Ganze zu retten. 7 Jahre wirft man nicht ohne gute Gründe einfach so weg. Jetzt sind sie im übrigen noch klein, da akzeptieren sie eine Trennung einfacher als im Schulalter.
      Ich hätte beide Kinder bei mir behalten wollen (was von der anderen Seite übrigens nicht angeboten wurde, ich hätte ja sowieso nein gesagt, aber eben, nur so zum sagen). Ich kann absolut nichts tun, wenn der andere Part nein sagt. Und ich habe auch nicht vor darüber zu streiten, denn das wäre für die Kinder noch schlimmer.

      Löschen
    2. UND es wäre nicht nötig gewesen dass sie so weit wegzieht. Ich bin durch meinen Job an den Ort gebunden. Sie nicht.

      Löschen
  4. Ich wünsche dir viel Kraft, das du dich an deinen positiven Gedanken festhalten kannst und bald dein Lachen wieder findest!

    AntwortenLöschen
  5. Bis heute bin ich eher eine Stille mitleserin.
    Bin auch recht erschrocken als ich gelesen habe das ihr 4 nun getrennte Wege geht. Ich wünsche dir ganz viel Kraft und positive Gedanken für deinen weiteren Weg als Solo Mum. Auch ich werde weiterhin sehr gerne deinen Blog weiter mitlesen 🙂
    Liebe Grüsse Nelly

    AntwortenLöschen
  6. Ach, das ist alles verdammt schwierig... Bei der Planung geht man halt immer davon aus, dass alles gut rauskommt und blendet das "Was wäre, wenn" wohl eher aus... Für die Kinder ist es grausam, aber was ist die Alternative? Wohl nur ein Wohnen in direkter Nähe. Aber das müsste doch irgendwie umsetzbar sein... Wenn ihr in Freundschaft auseinander geht, dann müsste doch ein sinnvolles und überlegtes Reden möglich sein, oder? Setzt eure Kinder an erste Stelle. Den Gedanken, dass es jetzt weniger schlimm ist, weil sie noch klein sind, finde ich gefährlich. Es ist ihr Alltag. Jetzt. Und auch wenn es nicht lange dauert, sind es Schmerzen, die bei einer Trennung entstehen. Und die Trennung von einer Mama ist ja schon genug einschneidend. Bitte sehe das nicht als Angriff, sondern als Argumentation gegenüber deiner Ex. Es MUSS Wege geben, wenn ihr als Familie Kinder in die Welt gesetzt habt. Bitte.

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Ich kann ihr nicht verbieten weit weg zu ziehen...sie möchte dort zurück wo sie aufgewachsen ist. Ich habe natürlich darüber geredet, aber irgendwann muss man es halt akzeptieren und nach vorne sehen.
      Ich bin grundsätzlich jemand, der die Kinder an erster Stelle setzt. Wenn das jedoch bedeutet hätte, dass ich für immer und ewig in einer Beziehung bleiben muss, die mir nicht guttut, nein, dann setze ich nunmal nicht meine Kinder an erster Stelle. Dazu stehe ich auch. Die Kinder sind mein Leben, aber mein Leben gehört nicht nur meinen Kindern. Wenn man versteht was ich meine.

      Löschen
  7. Uff...da hast du ja einen ganzen Brocken zu verarbeiten. Zuallererst wünsche ich dir und deinen Kindern ganz ganz ganz viel Kraft und viele liebe Leute, die euch in den guten Zeiten begleiten und den schweren unterstützen. Wenn man nicht selbst in der Situation war oder ist, dann kann man sich oft nicht vorstellen, wie man sich fühlt. Und klar ist man versucht, vorschnell zu urteilen, zu verurteilen was die Kinder betrifft. Ich hoffe für euch alle 4, dass ihr einen Weg findet, der auf Dauer für euch alle okay ist und an dem keiner "zugrunde" geht. Gerade bei Kindern darf man in dem Alter, gerade in dem Alter wo es so viel um Bindung und Vertrauen geht, nicht unterschätzen, wie sehr es sie doch trifft. Aber ihr seid intelligente Menschen und ich bin mir sicher, dass hier keiner etwas schwerst unüberlegt machen wird. DAUMEN SIND FESTE GEDRÜCKT!!!!

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke. Keine von uns wird zugrunde gehen, keine Angst. Jede hat ihren Weg vor Augen.
      Wegen den Kids gebe ich dir recht. Ich hatte das tatsächlich unterschätzt. Es ist momentan recht schwierig mit ihnen, aber wir hoffen, dass die Anpassungsphase möglichst gut vorübergeht. Wir sind für sie da.

      Löschen
  8. Ohhhh nein :-( das tut mir sehr leid.... ich weiß auch gar nicht recht, was ich dazu schreiben soll, ich wünsche Dir ganz viel Kraft, den Alltag zu meistern und den Kids wünsche ich, dass Ihr einen guten Umgang beibehalten könnt!

    Aus eigener kindlicher Erfahrung kann ich sagen, dass es nix bringt, sich der Kinder wegen " zu verstellen " - ich hätte mir von meinen Eltern Ehrlichkeit gewünscht, auch wenn diese natürlich weh tun kann, aber Kinder sind so sensibel und verletzlich! Ich drücke Euch beiden Großen die Daumen, dass Ihr das schafft!

    Alles alles Gute und natürlich lese ich den Blog weiter und ich hoffe, dass ich bald auch wieder mehr Ruhe und Zeit habe, um öfter zu kommentieren :-)

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Danke, das werden wir. Wir sind uns ja nicht spinnefeind. Und wir reden miteinander falls es Unklarheiten gibt. Natürlich geht es an den Kids nicht spurlos vorbei, aber das wird sich geben mit der Zeit, denke ich.

      Löschen

Liebe Leserin, lieber Leser
Bitte beachte, dass dein Kommentar zuerst geprüft wird, bevor er hier erscheint.
Danke!