Montag, 23. Januar 2017

Frage an alle Familien mit Spender

Hättet ihr ein Problem damit, wenn euch jemand anspricht, weil dessen Kind eurem Kind ähnlich sieht, und ihr dann herausfindet, dass ihr denselben Spender habt?!
Habe nun bereits das zweite Kind gefunden das den gleichen Spender wie wir hat (und vermutlich auch noch ein drittes). Es ist logisch dass das passiert, da die Schweiz sehr klein ist und die Regenbogenfamilienszene ebenfalls. Das sollte einem meiner Meinung nach bewusst sein wenn man sich für die Variante "privater Spender" entscheidet. Nun sind die Reaktionen darauf alles andere als cool. Sind wir die einzigen die kein Problem damit haben? Und nein ich habe dann nicht das Gefühl dass eine Kontaktpflicht oder sonstige Ansprüche deswegen bestehen.
Der Spender handhabt das auch locker und hat mir halt Auskunft gegeben, wir reden offen miteinander und verstehen uns gut. Vielleicht hätte ich jeweils das Ergebnis dieser Nachfrage für mich behalten sollen, denn bis jetzt gabs immer nur Probleme deswegen. Es ist doch logisch dass ich nicht zur Behörde renne und seinen Namen verrate, denn ich bin ja selber wegen meiner eigenen Kinder darauf angewiesen dass die Leute nicht rumplaudern gehen. Warum sind die Leute nicht lockerer? Wie würdet ihr reagieren? Oder habt ihr ähnliches erlebt?
Eure Meinungen dazu würden mich interessieren.

Kommentare:

  1. Hallo,
    vielleicht habe ich es falsch verstanden, aber wenn Du den Spender gefragt hast, ob er auch für die Frau gespendet hat, statt die Frau selbst, wäre ich auch ziemlich angepisst. Das würde ich als hintenrum über eine sehr private Angelegenheit tratschen empfinden und meinem Spender auch klarmachen, dass das nicht geht. Auf Kontakt zur Fragerin hätte ich dann auch keine Lust mehr.
    Wenn mich eine Frau anspricht, weil sich unsere Kinder ähneln - warum nicht. Dann fände ich es aber auch seltsam, wenn sie danach keinen Kontakt mehr wollte. Kontakt auch wegen späterer Aufklärung suchen - gerne. Wenn man nach ein paar Treffen merkt, man selbst und die Kinder haben außer ein paar Genen nichts gemeinsam, kann man ja immer noch getrennter Wege gehen. Aber nur Neugier befriedigen fände ich schräg.
    Gruß,
    Vogel

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    1. Danke für deine Ehrlichkeit. Wir hatten vorher gemeinsam darüber geredet. Mit keine Kontaktpflicht meinte ich dass man sich nicht gezwungen sehen muss uns nur deswegen zu treffen. Ich finde das natürlich gut aber wenn es wie gesagt nicht passt oder die andere Familie es nicht möchte, dann eben nicht.
      Aber ich gebe zu dass ich den Fehler gemacht habe nicht nochmals nachzufragen ob es ok ist wenn ich ihn frage. Das war nicht in Ordnung. Ich habe mir nichts dabei gedacht und meinte es nicht böse.

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  2. Ach ja: Eine Frage wie "Willst Du über den Spender reden?" käme bei mir auch besser als gleich ein "Ey, hast du auch den X.?". Wenn eine Frau nein sagt, ist es eben so und würde ich auch nicht als persönliche Abfuhr werten. Ich denke, ich hätte grundsätzlich kein Problem, aber z.B. mitten in der Mütterdemo des CSD mit zig Leuten drumrum gegen die Musik anschreiend wäre jetzt nicht so der Moment für mich.

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    1. Das Gespräch war natürlich NICHT in aller Öffentlichkeit. Na ja, ich habe daraus gelernt und werde zukünftig überhaupt nicht mehr nachfragen. Solche Sachen ergaben sich eher zufällig, somit werde ich in Zukunft solche Situationen vermeiden. Ich habe daraus gelernt dass es die meisten Leute nicht so locker nehmen wie ich. Und das akzeptiere ich nun einfach indem ich nicht mehr nachfrage.

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