Freitag, 25. September 2015

Unser Sommer 2015

Ein Rückblick auf unseren Sommer und ein Einblick in unseren Nicht-mehr-Babys-sondern-langsam-Kleinkinder-Alltag!

- Wir dachten ja, dass es einfacher werden würde, wenn sie nicht mehr alle drei Stunden Milch benötigen, sondern endlich krabbeln/laufen und feste Nahrung essen. Nun gehen sie in alle Richtungen und schmeissen mit Essen um sich, und wir fragen uns, warum zur Hölle wir dachten, es würde einfacher werden. Und sie klettern. Ich wusste nicht, dass Babys dermassen klettern können. Das erste Mal war es ein Schock, als Mlle. J. plötzlich oben an der Rutsche stand und uns fröhlich zuwinkte...

- Die Spielsachen sind einfach überall (gut, man könnte jetzt sagen, selber Schuld, gebt ihnen einfach weniger Spielsachen, aber das bringen wir einfach nicht übers Herz...). Im Wohnzimmer müssen wir ein sportliches Slalom absolvieren, um zur Couch zu gelangen. Im Kinderzimmer steht man immer auf irgendetwas drauf, vor allem, wenn es langsam dunkel wird (Es ist übrigens nicht lustig, wenn sich etwas undefinierbares in die Fussohle bohrt). 

- Gemeinsam Blödsinn anstellen: Zu zweit macht alles noch mehr Spass (es sei denn, man streitet sich gerade, dann siehe weiter unten). Sie spielen praktisch immer gemeinsam. Gewisse Dinge ziehen sie magisch an, so zum Beispiel die Giesskanne im Garten. Danach sind sie immer klatschnass. Egal. Sie hatten ja ihren Spass.

He, wach auf, ich will doch mit dir spielen!

Also, die DVDs in diesen Schränken waren uns ein Dorn im Auge.
Die mussten einfach raus!


Ok, ich halte das Ding, und du untersuchst den Inhalt!



Aber Mama, wir wollten doch bloss ein bisschen aufräumen!


- Wir haben nun eine Schaukel im Garten! Nun sieht unser Gärtchen langsam aus wie eine Kinderkrippe, denn es steht auch schon ein Rutsche da, aber egal. Die Kinder haben so einen Spass! Nächstes Jahr kommt dann noch ein Sandkasten, ein Waterplay und ein Schwimmbecken hinzu (kein Scherz)!




- Seltsame Ängst und unsichtbare Wesen: Die Angst vor dem Geschirrspüler ist allgegenwärtig. Das Zeigen mit dem Finger auf leere Stellen im Haus und dabei manchmal sogar rufen, als würde dort jemand stehen, ist alltäglich. Noch grusliger wird es, wenn die Kinder mit ihrem Blick etwas unsichtbares verfolgen, als würde gerade jemand quer durch den Raum laufen. Obwohl da niemand ist.

- Essen: Die Madame isst einfach alles, und der Monsieur...ähm...na ja...
Gegessen wird nur noch vom Tisch, also immer das, was wir auch essen. Für die Kids machen wir teilweise eine Kinderversion, falls wir das Essen mal etwas schärfer möchten, oder bei Pesto machen wir noch Sojarahmsauce rein, sonst wäre es ihnen zu stark. 

- Sie können nun beide laufen! Nachdem unser Sommer ein Krabbelsommer war, ging es jetzt Anfang Herbst plötzlich ganz schnell. Mlle. J. lief mit 14 Monaten, Monsieur L. mit 11 Monaten. Es ist wirklich lustig, die beiden herumwatscheln zu sehen.
Manchmal ist Mlle. J. aber auch müde. Dann lässt sie sich gerne vom strahlenden Mr. L. herumkutschieren. Seht selbst (Video, mit Ton):





- Tobsuchtsanfälle, zu schweizerdeutsch "täubele": Ich sage nur, Drama, Drama, Drama! Mlle. J. hat solche Anfälle seit sie ca. 7 Monate alt ist, und Mr. L. seit er ca. 9 Monate alt ist.
Gründe für Tobsuchtsanfälle:
Man darf nicht länger auf dem geliebten Karrusell-Entchen sitzen!
oder
Mami und Mama haben uns mal keine Nudeln gemacht, sondern etwas gesünderes!
oder
Das Essen ist noch zu heiss, aber ich habe einen Bärenhunger!
oder
Mami und Mama sind nicht schnell genug!
oder
Ich kriege kein Eis! (Ja, wir Rabenmütter haben den Kids diesen Sommer ab und zu von unserem Eis ablecken lassen. Schande über uns. P.S.: Sie leben noch...)
oder
Man kommt nicht an etwas heran, egal wie man sich streckt!
Und so weiter...und so fort...
Dabei inklusive sind das theatralische zu-Boden-werfen, das Gesicht im Boden vergraben und mit verzerrtem Gesicht gaaaaaanz laut schreien, im schlimmsten Fall nach Mami & Mama schlagen.
Soll ja wirklich auch jeder mitbekommen, was gerade für ein Drama herrscht und wie furchtbar ungerecht das Leben ist!

- Einkaufen geht nur noch mit dem "Brot-Trick": Wahrscheinlich ist deshalb die Brottheke gleich zu Beginn des Einkaufgeschäftes. Ich schnappe mir also ein Brot und gebe ihnen je ein Stück in die Hand. Und wir können in Ruhe einkaufen. Manchmal gibts auch mal ein Gipfeli.
Lustigerweise habe ich auch andere Eltern gesehen, die den "Brot-Trick" anwenden. Man grinst sich wissend zu...

Einkaufen ist doof! Aber mit Brot gehts...


- Wir waren im Sommer sehr oft in der Badi (Freibad), die Kids haben es geliebt. Die Zeiten sind jedoch vorbei, in denen man die Badi mit Schwimmen und anschliessendem Relaxen verband. Mit Kindern sieht es nun so aus:


Aber auch so:

Puh, heiss heute! Wann gehts ins Wasser?


Nach dem Baden. Zwei sichtlich erfrischte Schätzchen!


- Unpünktlichkeit: Wie soll man pünktlich sein, wenn die Kids das Timing intus haben (ja richtig, oft auch beide Kinder), immer kurz vor der Abfahrt nochmals so richtig die Windeln voll zu machen?! Natürlich erst nachdem man sie frisch gewickelt hat, um für die Abfahrt bereit zu sein. Idealerweise hat eines die Windeln voll und das andere gerade über sein ganzes Outfit erbrochen.

- Streiten: Das Streiten zwischen Mr. L. und Mlle. J. ist gerade ein Thema. Sie wollen meistens beide dasselbe Spielzeug, obwohl wir hier wirklich gefühlt tausend Spielzeuge zur Verfügung haben. Und es wird geschlagen, getreten, geschrien, "erdrückt", runtergerissen usw. Wir lassen sie übrigens einfach (den hilfesuchenden Blicken zu wiederstehen, ist zugegebenermassen nicht immer leicht), ausser, wenn sie anfangen, sich ernsthaft wehzutun. Dabei ist es momentan so, dass Mlle. J. auf Mr. L. losgeht, er hingegen tut (noch) nichts.

- Telefonieren: Die Kinderlein mögens nicht, wenn man seine Aufmerksamkeit nicht mehr ihnen, sondern dem Anrufer schenkt. Wie das dann aussieht? Ungefähr so:



- Und zum Schluss: Die wenige Zeit, die man noch ganz für sich hat, ist plötzlich kostbar, und man malt sich aus, was man in dieser knappen Zeit alles tun könnte. Hat man dann mal endlich Zeit für sich, sieht das schnell mal so aus wie auf dem Bild, dass ich unten gepostet habe. Wir gingen neulich das erste Mal seit der Geburt der Kinder in ein "Liebesweekend" in einer kleinen Pension im Nirgendwo. Klingt romantisch, nicht?! Es sah dann schlussendlich so aus, dass Sweety die ganze Zeit geschlafen hat, und ich die ganze Zeit gelesen, und wir sind nur aus dem Bett aufgestanden, um Essen zu gehen. Ups!



P.S.: Wir lieben unsere Kids natürlich trotzdem :-D

P.P.S.: Wir haben ein neues Familienmitglied names Roxy, eine kleine Katze:

Mlle. J. mit Roxy

Kommentare:

  1. Hallo liebe Familie!! Sie sind ja eine richtige LUUSMEITE und ein LUUSBUEB geworden ☺☺!! Schö
    n von euch zu lesen!! Ich wünsche euch einen tollen Herbst!! LG sternli

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  2. Hallo liebe Familie!! Sie sind ja eine richtige LUUSMEITE und ein LUUSBUEB geworden ☺☺!! Schön von euch zu lesen!! Ich wünsche euch einen tollen Herbst!! LG sternli

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  3. Einfach genial! Ich kugel mich vor lachen. Und es ist sooo verdammt wahr! :-)

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    1. Freut mich, dass es auch bei anderen Familien so chaotisch zu und her geht... :-D

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  4. das klingt nach nem tollen und sehr abwechslungsreichem Sommer, schön zu lesen, dass es den Beiden gut geht..... Danke für die tollen Bilder :-)

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    1. Ja, der Sommer war toll, wir haben es richtig genossen! :-)

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  5. Ich finde es toll wie aufgelistet ihr immer alles aufschreibt! Ihr macht das echt toll und ich lese eure Geschichten immer sooo gerne, ihr sorgt immer für Unterhaltungen und man hat das Gefühl eure Kinder mitaufwachsen zu sehen :)

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    1. Oh danke! Ja, ich habe da so einen "Listen-Tick". :-D

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  6. *lach* Bei uns läuft es zwar irgendwie anders, komischerweise relativ stressfrei (wobei, ich möchte es nun nicht beschreien), aber lustig zu lesen war es trotzdem. Gute Nerven euch! Es wird besser.... In 18 Jahren oder so :D

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    1. Hallo roboneko, warte mal ab bis euer zweites kind grösser wird und gemeinsam mit dem ersten blödsinn anstellt ;-) ich würde unseren alltag übrigens auch nicht als stressig bezeichnen :-) und ich möchte nicht, dass sie zu schnell 18 werden, denn ich habe das gefühl, ich erlebe gerade die erlebnisreichsten und schönsten jahre meines lebens <3

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  7. Hihihihi, so lustig. Beide sind noch voll die Glatzköpfe.

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