Freitag, 6. Februar 2015

Veränderungen

In unserer kleinen Familie gibt es einige Veränderungen.

Mitte November hat meine Frau Sweety wieder ihre Arbeit aufgenommen, allerdings reduziert auf 40%, ich arbeite seit Ende Januar wieder 80%. Leider ist die Firma meiner Frau alles andere als flexibel und familienfreundlich. Eine Tagesmutter haben wir zuerst gefunden, jedoch sagte diese letztlich nur eine Woche vorher einen Hütetermin ab, was natürlich überhaupt nicht geht (zum Glück konnte ich da früher von der Arbeit nach Hause gehen, sonst hätten wir ein Problem gehabt...), also haben wir uns von dieser Frau wieder verabschiedet, sodass wir nun wieder keine Tagesmutter für unsere Kinder haben, und ehrlich gesagt mochte ich nach diesem Vorfall auch keine mehr suchen, ich hatte die Launen der Tagesmütter gründlich satt. Oma ist bezüglich Hüten leider auch abgesprungen. Die Krippe, die eigentlich nur als Notlösung gedacht war, würde also unsere Kinder für ein paar Tage im Monat zu einem unverschämten Preis betreuen...
Bloss stimmt es so für uns nicht. Das haben wir uns nicht so vorgestellt. Und es ist aus vielerlei Gründen nicht das, was wir für unsere Kinder möchten.

Dann waren da die Kosten fürs Haus, das wir momentan mieten, der teils schlechte Zustand des Hauses trotz hohem Mietpreis, die bevorstehende seltene Familienzeit (also die Zeit, die man als vollständige Familie verbringen kann) und die Tatsache, dass wir uns keine richtigen Ferien leisten können, die uns zunehmend Sorgen bereiteten. 

All das führte zum Schluss, dass wir eine Lösung finden mussten, um dieser verfahrenen Situation ein Ende zu bereiten. Für uns ist es wichtig, nicht in einer Situation zu bleiben, in der wir uns nicht wohlfühlen. Und der Aufwand, der daraus resultiert, ist es uns wert. Ich bin so froh, dass meine Frau und ich da gleich ticken. 

Wir diskutierten lange und viel darüber, was wir tun könnten. Schliesslich kamen wir zum Schluss, dass wir uns eine möglichst günstige Erdgeschoss-Wohnung suchen werden. Und dass meine Frau dann ganz zu Hause bleiben und somit für die Kinder sorgen wird. Ich persönlich bin ja nicht der Typ Hausfrau, meine Frau jedoch kann sich nichts Schöneres vorstellen, also übernimmt sie diesen Part, und ich werde die Brötchen verdienen. Ganz schön traditionell, ich weiss. Fast schon spiessig. Es geht uns jedoch nicht darum, irgendwelchen Rollenbildern zu entsprechen, sondern das Modell zu finden, dass unserer Meinung nach am besten zu unserer Familie passt.

Jetzt können wir uns noch kein Haus leisten, aber in ein paar Jahren vielleicht, wenn wir genügend gespart haben. Ein Häuschen zu kaufen ist nach wie vor ein Traum von uns, aber wir spüren, dass die Zeit dazu noch nicht gekommen ist.

Wir haben nun eine Wohnung gefunden, im selben Dorf, indem wir jetzt bereits wohnen und das uns sehr ans Herz gewachsen ist. Der Mietpreis ist spottbillig, so etwas findet man in der Schweiz so gut wie nie...aber die Leute vom Dorf mögen uns (ich kann das Vorurteil absolut nicht bestätigen, dass die Menschen auf dem Land unsere Lebensform nicht akzeptieren!), daher hat sich ein Türchen für uns geöffnet.
Die Wohnung war nicht mal ausgeschrieben. Es ist ein Häuschen, das wir für uns alleine haben werden, ganz ohne Nachbarn (super für die Kinder, so riskieren wir kein Gemotze von ruhesuchenden Leuten!). Im Erdgeschoss werden wir wohnen, das Obergeschoss können wir als Lagerraum benutzen, einen Garten gibts auch noch. Natürlich hat die Sache einen kleinen Haken: Man lebt dort wie vor 100 Jahren. Den Ofen muss man selber einfeuern, um im Winter warm zu haben, dieser funktioniert jedoch super, es war schön warm, als wir es besichtigt haben. Und da meine Frau sowieso zu Hause sein wird, ist das kein Problem. Wir sind nicht kompliziert, vermutlich weil wir selber auch unter einfachen Verhältnissen aufgewachsen sind und es uns trotzdem an nichts gefehlt hat.

In ca. 3 Monaten werden wir umziehen!

So, das werden jetzt taffe Zeiten, aber ich habe trotzdem eine innere Ruhe, da ich weiss, dass es danach besser werden wird. Und darauf freue ich mich!

Kommentare:

  1. schön, von Euch zu lesen :-) ich wünsche Euch viel Kraft für die nächste Zeit, und viele tolle Momente mit den Kindern!

    AntwortenLöschen
  2. Hallo!

    Bin eigentlich durch Zufall auf eure Blogseite gestoßen und muss sagen: Großartig!
    Ich finde, es ist doch egal, wem welche Rolle Zuteil wird (Papa=Mama=Papa=Mama...usw.) -- das Wichtigste ist doch, dass die Kinder in einen liebevollen Umfeld aufwachsen, alles andere ist doch piepegal. :-D Nur um mal meinen Senf dazuzugeben, wahrscheinlich bekommt ihr den schon genug. ;-)
    Und einen Tipp zu eurem "Mittelalter-Haus-Problem" mit Ofenheizung; Pellets machen sich gut. Die halten länger die Wärme. Es sei denn, ihr habt eine "Holzquelle vor Ort" und wollt selbst hacken, dann macht sich sowas auch gut, die Holzpreise in den Wäldern sind ansonsten grade im Winter heftig. Ansonsten für "die schnelle Wärme", z.B. im Badezimmer, das Elektro-Öfchen... (also Ventilator mit Heizeinheit). Das ist wirklich Schnellsten.

    Ich hoffe, ihr findet euer Glück im neuen Häuschen und für Kids ist der Garten absolut toll, es gibt nichts besseres. :-)

    Viel Glück und weiter so! :-)
    Annabel

    AntwortenLöschen
    Antworten
    1. Liebe Annabel, man darf gerne seinen Senf dazugeben, solange es ein höflicher und respektvoller Senf ist :-D.
      Danke für den wirklich guten Tipp mit den Pellets, ich muss mal nachfragen, ob man sie in diesem Ofen verwenden kann. Es hat zwei Öfen, der eine ist ein Ölofen, der andere ein Holzofen.
      Wäre wahrscheinlich kostengünstiger und praktischer (da sie so viel ich weiss länger brennen), wenn man im Holzofen Pellets verfeuern könnte.

      Löschen
  3. Ach, ich wollte hier auch schon ewig noch meinen Senf da lassen.... ;-)
    Ihr macht das beste draus und haltet als Familie zusammen und das ist toll! Ich wünsche Euch eine möglichst stressfrei Umzugszeit. :)

    AntwortenLöschen

Liebe Leserin, lieber Leser
Bitte beachte, dass dein Kommentar zuerst geprüft wird, bevor er hier erscheint.
Danke!