Donnerstag, 15. Mai 2014

Alltag als gemeinsame Schwangere

Es soll hier nicht der Eindruck entstehen, dass als gemeinsame Schwangere immer alles Friede, Freude, Eierkuchen ist. Wahrscheinlich stellen sich viele vor, wie wir ständig friedlich und gemütlich rumliegen, gesunde Snacks essen, uns gegenseitig die Hände auf die Babybäuche legen und dabei diese tolle Schwangerschaftsmusik hören, die ja super fürs Baby und entspannend für werdende Mamas sein soll.

 Jetzt schreibe ich mal, wie der Alltag als gemeinsam Schwangere wirklich ist:

- Immer hat eine von uns irgendein "unangenehmes Bauch-Ziehen", Wasser in den Beinen, Schwindel oder sonstige tolle Beschwerden. Da bleibt so manches liegen. Auch die Hunde- und Katzenhaare, der Staub und weitere undefinierbare Dinge.

- Die Gelüste. Am Anfang hatte ich ja einen Zitronen-Tick. Jetzt einen Zucker-Gummischlangen-Tick. Ich verdrücke diese päckchenweise. Und bin überrascht, wenn das Päckchen plötzlich leer ist. Meine Frau hat ständig wechselnde Gelüste, sprich: Einen Tag dies, am anderen Tag das. Und dann bitte viel davon! Mag ja lustig klingen. Ist es aber spätestens, wenn das Zeug alle ist, nicht mehr. Da werden Tankstellen-Shops abgeklappert (warum passiert es eigentlich immer am Sonntag?!) und Vorratsschränke auf den Kopf gestellt, um das Ding der Begierde zu finden.

- Wir verlieren alles und finden nichts mehr. Schusseligkeit in der Schwangerschaft nennt sich das. Unmöglich.

- Wir "vergessen" manchmal, dass wir nun Babybäuche haben. Deshalb stossen wir uns (oder vor allem ich) an Tischen, Wänden, usw., weil wir die Distanz falsch einschätzen. Die Babys quittieren das mit wütenden Tritten.

- Schwangerschaftsmusik: Im voraus gekauft, und in der Kinderwunschphase eifrig gehört (also, als wir noch gar nicht schwanger waren...). Jetzt nervts nur noch. Warum, weiss ich nicht. Sorry, Babys, aber ihr müsst wohl ohne Mozart und Co. auskommen...

- Schlechte Laune: Eine schlecht gelaunte Schwangere geht ja noch. Aber zwei? Schrecklich. Tipp für Aussenstehende: Bei zwei herannahenden Furien mit Babybäuchen empfiehlt es sich, möglichst schnell das Weite zu suchen.

- Ich hätte nicht gedacht, dass das Einrichten der Kinderzimmer dermassen aufwendig werden würde. Da müssen Schränke zusammengebaut, Spielzeug und Kleidung sortiert und fehlende Dinge eingekauft werden (nur um dann festzustellen, dass man schon wieder etwas vergessen hat).

ABER: Wir bereuen es nicht! Natürlich ist es manchmal anstrengend. Aber wir wissen ja, wofür das ganze ist ;-). Für unsere beiden Schätzchen! Und das ist es uns wert! :-)
Wir freuen uns auf euch, süsse Maus und süsser Frosch, ihr werdet unser Leben komplett verändern! Und ich werde hier auf dem Blog nicht nur davon schreiben, wie brav und verzückend ihr seid, sondern auch, was ihr alles "anstellen" werdet... :-D

Kommentare:

  1. Also ein paar Dinge haben mich als Co-Schwangere leider auch erwischt. Die Vergesslichkeit zum Beispiel. Ich geh in einen anderen Raum und vergess plötzlich, was ich da wollte - oder ich fang einen Satz an und weiß nicht mehr, was ich sagen wollte :D

    Und zu den Gelüsten muss ich nix sagen, denk ich. Ich hab in der Schwangerschaft nun schon 6 Kilo zugenommen (und seit letzter Woche eins wieder ab, juhu!). So viel Süßigkeiten und ungesundes Zeug hab ich seit meiner Jugend streckenweise schon nicht mehr gegessen, wie in den ersten 20 Wochen der Schwangerschaft... Echt, zum Glück fällt viel Milchprodukte-Kram jetzt einfach weg, das macht es so viel leichter.

    Der Punkt mit den aufwändigen Baby-Vorbereitungen allerdings... Ja. Besonders blöd ist es eben, dass meine Frau viel nicht macht bzw. machen kann. Schwere Sachen soll sie nicht heben (das mach ich dann) und momentan reicht Bücken/Aufstehen meist schon aus, und der Bauch wird ganz hart (Wehen?). Da ist es echt praktisch, dass ich alles andere machen kann. Und ich hab mit meiner Frau noch ne Vorzeige-Schwangere erwischt ;)

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    1. Das ist ja speziell, du bist ja richtig "mitschwanger"! Ich habe sogar von Frauen gehört, die ein Kind adoptiert haben, und dann plötzlich Milchfluss hatten...

      Praktisch, dass sie dir das Heben von schweren Sachen überlassen kann. Wir haben inzwischen die halbe Nachbarschaft eingespannt (wir haben da ein paar nette Teenager von Nachbarn, die uns helfen) oder wir rufen nach den starken Männer in unseren Familien. :-D
      Wir hoffen, wir gehen unserem Umfeld nicht allzu sehr auf die Nerven... :-D

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  2. Das ist ja süß, das erinnert mich so richtig an meine Schwangerschaft - ich war zwar alleine schwanger, aber viele Dinge treffen ja so gut wie auf jede Schwangere zu (Gelüste, Hormone, Schusseligkeit etc.) :D

    Ich kann mir das gut vorstellen, dass es dann nicht immer besonders leicht ist gleichzeitig schwanger zu sein, aber eben auch ganz besonders spannend und schön :)

    Liebste Grüße,
    Malin

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